Marks über 140 Länder – was ich gelernt habe

Reisen bildet. Das wusste schon Goethe. Aber was es wirklich bedeutet, hat man erst verstanden, wenn man in einem kleinen Dorf in Zentralasien zum Tee eingeladen wurde, von Menschen, die nichts haben und alles geben.

Mit jeder Reise habe ich meinen Horizont ein Stück weiter verschoben. Unsere Vorstellungen von fremden Ländern werden zu oft durch Medien geprägt, die vor allem berichten, was nicht funktioniert. Dabei läuft bei uns auch nicht alles gut. Man muss in ein Land reisen, um die Wahrheit zu sehen – nicht die Schlagzeilen, sondern die Menschen.

Was die Menschen in anderen Ländern auszeichnet, wie köstlich das Essen ist, wie überwältigend die Natur ist – das kann man nicht in Worten erklären. Man muss es erleben. Wer einmal unter dem vollen Sternenhimmel in der Wüste geschlafen hat. Einen Elefanten beim Fressen vor dem Zelt beobachtet hat. Zu Fuß mit einem Ranger auf der Fährte von Nashörnern war. Das tiefblaue Eis der Antarktis gesehen und gehört hat. Kaiserpinguine kopfüber ins Meer springen sah. Von gastfreundlichen Menschen zum Tee eingeladen wurde – Menschen, die wenig haben und alles geben. Der weiß: Die Welt ist größer, schöner und menschlicher als man glaubt.

Ich habe mit jeder Reise meine Komfortzone ein Stück ausgedehnt – um noch einen Schritt weiterzugehen, noch mehr Kulturen kennenzulernen, noch mehr von dieser wunderbaren Welt zu sehen. Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Das wusste Laotse. Und das weiß jeder, der einmal losgefahren ist und nicht bereut hat.

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